Interview mit Studio MMOONN über das Interior Design im MAVO LAB

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Interview mit Studio MMOONN über das Interior Design im MAVO LAB

Architektin Victoria Menor und Designerin Andrea Tomasena von Studio MMOONN haben für unser neues Apartmenthaus MAVO LAB ein farbenfrohes und gemütliches Interiordesign entworfen. Im Interview erklären die beiden unter anderem was sie inspiriert, wie die Zusammenarbeit ablief und wieso man auf den Zimmern Bauklötzchen findet.

Welcher Eindruck, welches Gefühl soll den Gästen durch die Gestaltung vermittelt werden?

VM: Wir wollten, dass ein Überraschungseffekt entsteht für die Gäste. Zuerst, wenn sie durch den Flur gehen und dann, wenn sie ins Zimmer kommen. Es ist uns wichtig, Neugier und die Lust am Spielen und Entdecken zu wecken. Gleichzeitig sollen die Gäste das Gefühl haben: „Hier kann ich ankommen, hier kann ich mich ausruhen und entspannen.“ Selbst bei diesen vielen Farben war uns die Harmonie ganz wichtig.

Was ist der Hintergrund des Farbkonzeptes? Wie seid ihr auf die Farben gekommen?

AT: Wir kommen beide aus Ländern, in denen viel mit Farbe gearbeitet wird. Victoria kommt aus Spanien und ich aus Mexico. Wir hatten den Wunsch, etwas von unserer Heimat in das Projekt einzubringen – ein bisschen als Kontrast zu den grauen Berliner Wintern.
Als wir mit diesem Projekt begannen und über Farben nachdachten, ließen wir uns viel von dem Regisseur Wes Anderson inspirieren und seiner Verwendung von Farben. Seine Filme und Settings sind immer sehr farbenfroh, aber gleichzeitig harmonisch und überhaupt nicht grell. Das zeigt, was man alles mit Farbe machen kann. Wir haben am Anfang drei Konzepte vorgeschlagen, zwei eher neutral gehaltene und eines mit viel Farbe. Das farbige Konzept war unser Favorit, aber wir dachten, dass die Bauherren sich eher für etwas Neutrales entscheiden würden. Es hat uns sehr gefreut, dass sie sich doch an die Farbe getraut haben, das war eine schöne Überraschung für uns.

VM: Eigentlich inspiriert uns alles, alles was schön ist. Es kann Kino sein, eine Ausstellung, Mode oder eine Illustration. Wir gehen einfach mit offenen Augen durch die Welt und das beeinflusst uns.

Was gab es für Vorgaben von den Bauherren und was konntet ihr ganz frei gestalten?

VM: Es gab natürlich sehr viele Vorgaben. Angefangen von dem ungefähren Grundriss, wo schon die Badpositionierung festgelegt war. Ebenso war schon klar, dass das Bad vom Rest des Zimmers durch ein großes Fenster getrennt wird. Es gab auch bestimmte Modelle von Sesseln und Sofas, die bereits im bisherigen Bestand verwendet werden, die vorgegeben waren. Allerdings durften wir da die Farbe und die Polster neu auswählen. Das Budget war natürlich festgelegt. Und die Möbel und Produkte mussten sehr pflegeleicht und robust sein. Beim Bodenbelag durften wir zum Beispiel kein Holz benutzen, weil das nicht in die Kategorie „pflegeleicht & robust“ fällt. Es wurde beschlossen, dass der Boden aus Vinyl sein sollte. Also haben wir uns für ein spielerisches Design mit Farbchips entschieden. Und jetzt merkt man gar nicht so sehr, dass es Vinyl ist.

Es war natürlich ein langer Prozess bis alles entschieden war. Es gab sehr viele Termine… Wir hatten immer die Freiheit alles vorzuschlagen und dann wurde darüber abgestimmt. Es gab einige, die sich nicht sicher waren über diesen großen Schritt, sich etwas Neues zu trauen.

Worauf habt ihr bei der Auswahl der Materialien besonders Wert gelegt?

VM: Den Bauherren war besonders wichtig, dass die Materialien widerstandsfähig, langlebig, leicht zu pflegen und zu reinigen sind. Für uns war wichtig, dass die Materialien authentisch sind. Wir wollten keine Fake-Optik. Wenn wir kein Holz benutzen, sollte es auch nicht nach Holz aussehen.
Nachhaltigkeit spielt natürlich eine große Rolle, aber auch die Haptik, also wie es sich anfühlt. Bei der Küche zum Beispiel sind die Oberflächen ultramatt und Anti-Fingerprint, sodass man keine Rückstände sieht.

Sind die Küchen alle Sonderanfertigungen?

AT: Ja, das war ein großer Teil der Detailplanung. Insgesamt gibt es vier verschiedene Küchen. Bei der barrierefreien Küche hatten wir die Herausforderung, dass immer genug Platz für einen Rollstuhl sein muss. Aber das haben wir gut gelöst, indem wir einen Teil der Küche hinter der Tür zum Bad integriert haben. Maßgeschneidert sind auch die Betten, die Nachttische, die Waschtischgestelle im Bad und die Esstische und die TV-Stange. Es gab sehr viele Möbel, die wir maßanfertigen mussten, zum einen wegen den Anforderungen und zum anderen damit sie ins Farbkonzept passen.

Habt Ihr Handwerker, die das für euch umsetzen oder habt Ihr Firmen, die zum Beispiel sowas wie die Waschtische maßanfertigen?

AT: Normalerweise haben wir verschiedene Leute, mit denen wir oft zusammenarbeiten, aber in diesem Fall haben wir nur die Planung gemacht und die Umsetzung haben die Gewerke der Bauherrenseite übernommen.

VM: Trotzdem haben wir eine enge Zusammenarbeit mit den Handwerkern gehabt. Wir haben zum Beispiel bei den Küchen stundenlang diskutiert, wo was hin soll. Der Austausch mit den Handwerkern ist sehr wichtig, bevor man etwas zu Ende plant. Das Wissen der Handwerker beeinflusst dann wiederum auch unsere Planung.

Habt Ihr ein liebstes Material oder Möbelstück?

AT: Die Badfliesen mögen wir besonders gerne. Beim Fliesenleger waren sie nicht sehr beliebt, da sie handgemacht sind und es daher eine Herausforderung war, sie zu verlegen. Bei den Möbeln sind es die Wasch- und die Esstische. Die haben wir selbst entworfen und der Kontrast zwischen Gestell und Platte gefällt uns besonders gut.

Wie läuft bei Euch der Entwurfsprozess und die Zusammenarbeit ab? Habt ihr das aufgeteilt oder seid ihr mit allem gemeinsam beschäftigt? Wie lange dauert so ein großes Projekt?

AT: Das war ein sehr langer Prozess. Unser Konzept wurde im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt und nach der Beauftragung haben wir mit der ganzen Planung (Layout, Bad, Elektroplanung, Küchenplanung etc.) begonnen. Ich bin Designerin und Victoria ist Architektin und so war sie mit den technischen Aspekten mehr beschäftigt.

Gleichzeitig haben wir Farb- und Materialplanung erstellt. Und nachdem die Materialien festgelegt wurden, haben wir die Farben final angepasst. Es ist kein linearer Prozess. Alles passiert gleichzeitig. Man fängt mit einem großen Konzept an und nach und nach wird es verfeinert. Ich weiß nicht, wie lange ich mit dem Fliesenspiegel beschäftigt war, aber der ist erst nach der Materialauswahl erstellt worden. Die Textilien und Accessoires wurden am Schluss nach der Fertigstellung der Zimmer ausgesucht. Der ganze Prozess hat ziemlich lange gedauert.

VM: Über drei Jahre! Aber wir haben nicht durchgehend daran gearbeitet. Es gab natürlich immer Pausen dazwischen, je nachdem wie die Baustelle vorankam. Aber von der Beauftragung bis zur Fertigstellung sind drei Jahre vergangen. Ganz viele Termine, Vor-Ort-Besuche; sowas dauert einfach.


AT: Am Anfang war es besonders intensiv. Viele Dinge bei der Konstruktion waren abhängig von unserer Planung: Zum Beispiel „Wo kommt die Dusche hin?“ Auch solche Kleinigkeiten beeinflussen dann das große Ganze. Und die Gewerke hatten auch ihren Zeitrahmen.

VM: Als es um die Details ging, war es etwas entspannter. Die intensivste Phase war die Planung.

Was war die größte Herausforderung, die es zu überwinden galt?

AT: Eine der größten Herausforderungen bei diesem Projekt war die „Gemütlichkeit“. Unser Ziel ist immer, eine gewisse Gemütlichkeit in den Räumen zu schaffen. Wenn man für Privatleute arbeitet oder bei anderen Projekten, kann man mehr mit Textilien und Holz machen, die das in der Regel gut in den Raum bringen.
Und hier war die Frage: Wie schafft man dieses Gefühl von Gemütlichkeit und Entspannung mit Materialien, die normalerweise nicht mit Gemütlichkeit assoziiert werden. Und deshalb haben wir viel mit Farben gemacht, denn die beeinflussen ja auch die Laune und die Gefühle. Das war eine Herausforderung.

VM: Eine andere Herausforderung war, das Vertrauen der anderen Beteiligten am Projekt zu gewinnen. Man muss berücksichtigen, dass heutzutage die Welt des Bauwesens immer noch sehr männerdominiert ist. Und darüber hinaus sind wir auch noch zwei Ausländerinnen. Die Tatsache, dass unser Deutsch zwar gut, aber nicht perfekt ist, wird manchmal als Mangel an Wissen oder Professionalität fehlinterpretiert. Da hat es bei manchen eine Weile gedauert, bis man zurechtgekommen ist. Wir haben gespürt, dass das Vertrauen erst wachsen muss. Aber jetzt kennen wir uns und haben eine andere Ebene erreicht.

Das Lichtdesign-Team bestand ja auch aus Frauen, wie war da die Zusammenarbeit?

VM: Das Team von Lichtdesignerinnen, dass du angesprochen hast, hat die Beleuchtung im Eingangsbereich und in der Lounge gestaltet. In den Apartments war wieder ein anderes Team beschäftigt.
Mit den männlich dominierten Branchen haben wir ganz zu Beginn gearbeitet. Wir hatten natürlich das Glück, dass mit Frau Metzger auch eine Bauherrin mit im Team war. Dass Frau Metzger Künstlerin ist, einen besonderen Blick hat und sich auch getraut hat, diese Richtung einzuschlagen, hat zum Erfolg beigetragen. Sie hat das Konzept von Anfang an unterstützt und ihr war auch wichtig, die weibliche Seite zu fördern.

Woher kommt denn euer Name, Studio MMOONN?

AT: Das war ein langer Prozess und es war schwer einen Namen auszusuchen.

VM: Die Buchstaben in MMOONN wiederholen sich in unseren beiden Nachnamen. Wir wollten nicht einfach nur unsere Nachnamen nehmen. Die Tatsache, dass es immer zwei Buchstaben sind, steht dafür, dass wir zu zweit sind. Außerdem hat uns der Name optisch und akustisch gefallen.

Noch eine Quatschfrage, die aber schon einige Leute beschäftigt hat: Warum befinden sich Bauklötzchen in den Zimmern?

AT: Wir finden die Bauklötze einfach toll! Am Ende des Tages will man sich ausruhen. Und diese Bauklötze sind ein meditatives Element. Wenn man damit spielt, kann man sich entspannen. Victoria hat ja auch schon erwähnt, dass wir Neugierde wecken wollten.
Ich denke, jeder sieht diese Bauklötze und fragt sich: „Wofür sind die da?“ und spielt ein bisschen damit. Und selbst, wenn man nur drei Minuten damit spielt und in dieser Zeit nicht aufs Handy schaut oder sonst wo beschäftigt ist: Da entsteht das Gefühl, wieder Kind zu sein und ein bisschen spielen zu können.
VM: Schon allein, wenn sich Leute nur die Frage stellen, warum diese Bauklötzchen da sind, haben wir unser Ziel erreicht und etwas Neugier geweckt.

Kommen wir zur letzten Frage.
Habt ihr schon eine Nacht im MAVO Lab verbracht?

AT: Leider nicht, aber hoffentlich bald.

VM: Wir waren schon sehr, sehr oft da, aber noch nicht, um zu übernachten. Das machen wir demnächst.

Vielen Dank an Victoria Menor und Andrea Tomasena von Studio MMOONN für das Interview!

(Alle Fotos im Artikel von Se7entyn9ne)

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